The Sunshine State – Dabei war es bei unserer Ankunft in Orlando alles andere als sonnig. In New York wütete zu der Zeit ein Blizzard. Ein Grund für das windige und frische Wetter in Orlando. Überhaupt war unsere kleine Florida Rundreise etwas durchwachsen. Das schlechte Wetter zog sich durch den gesamten Urlaub und irgendwie fehlte uns oft auch die Motivation für die Ausflüge.

Aber der Reihe nach: Nach der Ankunft am Flughafen in Orlando ging es mit dem Taxi ins Hotel. Zugegeben ein nicht gerade günstiger Spaß aber nach dem langen Flug von Frankfurt war es unsere bevorzugte Variante.

Wir entschieden uns für ein Golf Ressort etwas außerhalb vom Zentrum.

Florida Rundreise Teil 1 – NBA: Orlando Magic vs. Charlotte Hornets

Am ersten Abend gingen wir noch zu einem Basketballspiel der Orlando Magic. Nicht gerade eines der Top Teams der NBA aber bisher hat es auf Grund unserer Reisedaten leider nie geklappt mit einem Besuch der NBA. Dafür sahen wir aber eine spannende Partie, die letztlich in der regulären Spielzeit in einem Unentschieden endete, was beim Basketball nun absolut nicht alltäglich ist.

Wer zu einem Spiel möchte kann die Karten bequem von Deutschland aus bestellen. Die Clubs (auch Baseball und Football) haben alle eigene Shops, wo sich bequem die Plätze auswählen lassen. Amway Center basketball Die Kartenpreise reichen von 15 Dollar bis zu mehreren Tausend für Tickets direkt am Spielfeld. Im Vergleich zu deutschen Bundelsiga Vereinen sind die Karten für durchschnittliche bis gute Plätze deutlich teurer. Das Einlassprozedere verläuft entspannt – aber ,wie zu erwarten, professionell. Um ins Amway Center zu gelangen, müssen wir, wie am Flughafen, durch einen Metaldetektor. Wer eine Kamera mit ins Stadion nehmen möchte sollte vorher auf der Seite des Vereins oder des Stadions nachlesen was erlaubt ist. In der Regel sind die Angaben in den USA hier sehr genau, bspw. was die länge des Objektives betrifft.

Orlando, das ist in der Hauptsache Walt Disney World, Sea World und die Universal Studios. Die Stadt als solches hat ansonsten nicht viel zu bieten. Dafür gibt es aber neben den diversen Parks auch viele Highlights im Umland, welche sich gut in einer Tagestour erreichen lassen. Von den klassischen Parks haben wir keinen besucht. Das lag zum einen daran, dass unser Zeitplan recht knapp war. Zum anderen sind wir beide keine großen Fans von solchen Parks.

Daytona & das Kennedy Space Center

Trotz des eher durchwachsenen Wetters schnappten wir uns am nächsten Tag einen  Mietwagen und fuhren Richtung Daytona. Der nächste Stop unserer Florida Rundreise.

Nach rund 90 km erreichten wir den legendären Daytona Speedway ein. Sicherlich nicht Jedermanns Sache. Für Rennsport-Interessierte und Autonarren (wie mich) aber ein Muss. Im Anschluss ging es für uns an den Daytona Beach. Der Breite Strand lässt sich mit dem Auto für ein paar Dollar befahren. Zu dieser Jahreszeit war der Andrang aber sehr überschaubar. Hier könnt ihr natürlich problemlos den ganzen Tag verbringen und am Strand entspannen.Daytona Beach Sign

Von hier aus lässt sich auch gut das nur rund 60 Meilen entfernte Kennedy Space Center erreichen. Die Ticketpreise sind relativ hoch, allerdings bekommt man auch einiges geboten. Nähere Informationen und einen Ticketshop findet ihr hier. Ebenfalls sind dort alle Raketenstarts von Cape Canaveral gelistet. Wer Glück hat, kann dann bei einem Start auch live dabei sein. Zurück in Orlando stand am nächsten Tag erstmal Erholung an. Es regnete mal wieder und war auch verdammt kalt. Wir blieben also im Hotel. Am letzten Tag in Orlando stand natürlich noch die obligatorische Shoppingtour an. Ein Abstecher zum Lake Eola, im Zentrum von Orlando, ließen wir uns ebenfalls nicht nehmen.

Welcome to Miami

Nach 4 Tagen führte uns unsere Florida Rundreise dann endlich weiter ins rund 240 Meilen entfernte Miami Beach. Die komplette Strecke lässt sich in gut 3 1/2 bis 4 Stunden fahren. Viel zu sehen gibt es unterwegs aber leider nicht, es geht buchstäblich nur geradeaus und landschaftlich ist es – flach. Generell gibt es in Nordamerika landschaftlich deutlich reizvollere Regionen.

In Miami angekommen bezogen wir unser Hotel in der parallel Straße zum Ocean Drive. Die Lage war wirklich super und der Weg in die Bars und zum Strand war kurz. Allerdings sind die Hotelpreise (und nicht nur die) in der Gegend einfach nur abgehoben. Unser Hotel war dazu auch noch bestenfalls durchschnittlich. Weswegen wir hier auch mal von einer Hotelempfehlung absehen. Immerhin war das Wetter im 305 ein wenig besser. Teilweise zumindest. Denn unser Ausflug nach Key West viel buchstäblich ins Wasser. Es regnete den ganzen Tag so stark, dass wir von der weiten Fahrt Abstand nahmen.

Ocean Drive Miami Beach

Immerhin klappte unser Besuch in den Everglades. Von Miami Beach erreicht man diese in gut einer Stunde. Dort angekommen stoppten wir bei einem der zahlreichen Anbieter für die Bootstouren durch den Park. Wir buchten unsere Tickets bereits von zu Hause. Aufgrund der hohen Nachfrage ist dies auch absolut zu empfehlen. Von den diversen Anbietern behauptet jeder von sich, der Beste zu sein. Die Fahrt mit dem Luftkissenboot durch die große Sumpflandschaft ist natürlich recht spannend. Mit etwas Glück sieht man auch den ein oder andern Alligator in freier Wildbahn. Allerdings, hat es teilweise auch was von Touri-Nap. Souvenirs, ein Gator-Park und Schlangen zum Streicheln sind jetzt nicht unbedingt so unser Fall.

Die Fahrt mit dem Boot dauert knapp eine Stunde, der Fahrer hält an verschiedenen Stellen an und erklärt so einiges zu den Pflanzen und Tieren in den Everglades.
Wichtig: Vorab unbedingt mit Insektenspray einsprühen.

Alligator

Das Ende einer durchwachsenen Florida Rundreise

Für uns war damit also schon fast das Ende unserer Florida Rundreise erreicht und unser kurzer Aufenthalt in Florida auch schon wieder vorüber. Zugegeben, es war sicher nicht unser schönster Urlaub. Orlando aber auch Miami haben uns persönlich auch bei weitem nicht so begeistern können wie etwa New York oder die Westküste der USA. Landschaftlich gibt meiner Meinung nach deutlich schönere Gegenden in den USA und auch die Orlando und letztlich Miami blieben weit hinter unseren Erwartungen.

Leider hatten wir auch beim Wetter kein großes Glück und es lief das ein oder andere einfach schief. Der Rückflug war inklusive kurzfristigen Tausch gegen eine uralte Maschine und starken Turbulenzen auch nicht gerade berauschend. Als wir am Ende unserer Florida Rundreise wieder in Deutschland waren, stellten wir auch noch fest, dass unser beider Kreditkarten-Daten wohl ausgelesen wurden. Wir hatten beide nicht autorisierte Transaktionen auf unserer Karte. Unabhängig davon, die Region hat uns einfach nicht überzeugt. Vielleicht hätten wir einfach länger bleiben müssen, vielleicht auch eine andere Reisezeit wählen sollen, vielleicht ist es aber auch einfach nichts für uns.

Ein paar weitere Einblicke gibt unser kurzes Video auf unserem YouTube Kanal.