Mavic Pro

Drohnen werden immer beliebter. Sie sind mittlerweile zu erschwinglichen Preisen zu haben. Vor allem auch in einer Größe, die sich gut transportieren lässt. Der Markt, insbesondere bei den kleinen Drohnen wächst weiter. Auch wenn der gesetzliche Rahmen in manchen Ländern das Fliegen stark eingrenzt.

Ich selbst habe mir Anfang 2017 die DJI Mavic Pro zugelegt. Zum damaligen Zeitpunkt eine kleine Revolution auf dem Drohnenmarkt. Mittelwelle gibt es die Mavic 2, mit bessern Kameras aber ähnlichen Abmessungen. Das soll aber gar nicht das Thema sein. Die Möglichkeit eine kompakte Drohne quasi überall mit hin nehmen zu können hat Ihren Reiz. Sobald man aber in ein anderes Land reist, oder gar einen Flieger besteigt, stellen sich einige Fragen im Umgang mit der Drohne.

Unsere erste Flugreise mit der Drohne sollte nach Irland gehen. Was mache ich also? Richtig, erstmal googlen. Wo packe ich die Drohne hin? Darf Sie ins Handgepäck? Was mache ich mit dem Akku? Wohin kommen die Propeller? Muss ich die Drohne registrieren? Was sagt die Airline? Nur eine Auswahl vieler Fragen rund um das Reisen mit der Drohne.

Die Drohne im Flieger

Vorweg sei gesagt, dass ich mich auf meine eigenen Erfahrungen beziehe, die sich auf kompakte Drohnen beziehen. Wo packe ich meine Drohne also hin? Natürlich ins Handgepäck. Alles andere wäre alleine schon auf Grund des Verlust- oder Bruchrisikos fatal. Am Beispiel der Mavic Pro sieht das ganze wie folgt aus: Ich habe die Mavic inklusive Akku in meinen Rucksack gepackt. Einen Zusatzakku hatte ich ebenfalls wie die Fernbedienung noch im Handgepäck. Den Ersatzakku habe ich zusätzlich noch in einen LiPo Safebag gepackt. Das ist nicht vorgeschrieben, macht aber einen guten Eindruck. Wobei das Safebag bei meinen Sicherheitskontrollen nie weiter bemerkt wurde. Die Akkus der Mavic Pro haben eine Kapazität von 3830mAh. Damit ist auch der Akku im Flugzeug kein Problem, muss nicht angemeldet werden und gehört ins Handgepäck.

Probleme bei der Sicherheitskontrolle?

Gerade was den Transport der Drohne angeht, gibt es im Netz viele Horrorgeschichten. Hier sollte man sich aber nich verrückt machen lassen. Viele davon sind meiner Meinung nach übertrieben dargestellt. Andere aber auch einfach schon einige Jahre alt. Die Gewohnheit mit Drohnen an der Sicherheitskontrolle umzugehen, hat sich mittlerweile auch an den Flughäfen eingespielt. Am Beispiel der Mavic Pro und meinen Erfahrungen auf diversen Flügen kann ich nur sagen: Es interessiert in der Regel keinen Menschen! Ganz aktuell sind wir wieder nach Bali geflogen. Drohne mit zwei Akkus hatte ich, wie gesagt, im Handgepäck. Ich habe lediglich die Propeller abmontiert und diese in den Koffer gepackt.

In Frankfurt wurde mein Handgepäck natürlich aussortiert. Das passiert mir aber in FRA in 9 von 10 Fällen – egal ob mit, oder ohne Drohne. Ich habe den Eindruck, sobald man hier eine Kamera im Gepäck sieht kommt der obligatorische Sprengstofftest. Der Mitarbeiter hat noch einen kurzen Blick in den Rucksack geworfen, die Drohne oder auch die Akkus wurden dabei überhaupt nicht beachtet. Im Anschluss mussten wir dann noch zwei mal in Singapur und zwei mal in Bali durch die Sicherheitskontrolle (inklusive Rückflug). Hier wurde meiner Tasche keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Tatsächlich hatte ich auf dem Rückflug sogar vergessen die Propeller abzunehmen. Auch das hat man nicht beanstandet. Hier würde ich aber generell dazu tendieren diese in das aufgegeben Gepäck zu packen. In Frankfurt hatte man sich sogar mal an einem Schlüsselanhänger gestört der keinerlei scharfe Kanten hatte.

Es gibt natürlich auch Länder, die gegenüber Drohnen eine noch strengere Gesetzgebung haben als Deutschland. So darf man bspw. auf einigen karibischen Inseln gar keine Drohne einführen oder man muss vorab entsprechende Genehmigungen beantragen. Das sind aber länderspezifische Anforderungen, was die Einfuhr und Nutzung von Drohnen betrifft. Betrachtet man rein die Thematik des Transports an Board eines Passagierflugzeugs, so kann ich von meinen Erfahrungen nur positives berichten. Gerade die kompakten Drohnen sind heute so verbreitet, dass diese kein Problem mehr darstellen. Aber gerade bei Einreise in Länder mit kritischen oder unklaren Gesetzen ist Vorsicht geboten. In jedem Fall solltet Ihr euch hier vorab bei den Zuständigen Behörden informieren und die Drohne ggf. anmelden bzw registrieren. Oft hängt es auch davon ab, ob Ihr privat oder kommerziell fliegt.

Ansonsten ist es sicherlich nicht verkehrt, wenn Ihr einen Nachweis über eure Drohen-Versicherung mitführt. Mich hat danach aber noch nie jemand gefragt und ich hatte Ihn auch schon des Öfteren nicht dabei. Wenn Ihr Fragen habt rund ums Reisen mit der Drohne oder schon eigene Erfahrungen sammeln konntet, dann kommentiert doch einfach diesen Beitrag.

Mit Drohne auf Kreuzfahrt?

Im Dezember 2017 gingen wir auf Karibik Kreuzfahrt. Natürlich war eine meiner ersten Amtshandlungen, zu prüfen, ob die Drohne mit darf. Ehrlich gesagt war ich mir ziemlich sicher, dass ich sie mitnehmen darf. Ich wurde eines besseren belehrt. Dass das Fliegen an Bord oder in den Häfen tabu ist, sollte sich von alleine verstehen. Fakt ist aber auch, dass die Mitnahme von Drohnen an Bord der meisten Kreuzfahrtschiffe verboten ist. Dies betrifft meines Wissens auch alle Redereien. In unserem Fall war die Mitnahme der Mavic durch AIDA ebenfalls untersagt.

Das Risiko sie einfach mitzunehmen und ggf. dann bei der Sicherheitskontrolle abgeben zu müssen war mir zu groß. Zumal man auch bei jedem Betreten des Schiffes nochmals durch die Sicherheitskontrolle muss. Der Umstand ist natürlich sehr schade, wenn auch aus Sicht der Reederei durchaus weitestgehend nachvollziehbar. Vielleicht findet sich ja in Zukunft eine Lösung, um auch Drohnen auf die Reise mit dem Kreuzfahrtschiff mitzunehmen.

Ihr wollt wissen, welche Regeln in anderen Ländern fürn Drohnen gelten? Was beim Fliegen im Urlaub zu beachten ist und wo die Drohne ggf. noch registriert werden muss? Dann kann ich euch den Blog von my-road ans Herz legen. Hier sind so ziemlich alle Länder und deren Gesetze hinterlegt. Der Blog wird auch, gerade in dem Bereich, regelmäßig aktualisiert.